Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
7 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 2026-07-26
Warum die Preisspannen so weit auseinandergehen
Eine Website ist kein Produkt mit Katalogpreis, sondern eine Dienstleistung. Ob du 800 oder 8.000 Euro zahlst, hängt vor allem an drei Faktoren: Wer schreibt die Texte, wer macht die Fotos, und wie viel individuelle Gestaltung steckt drin.
Realistische Preisspannen
- Baukasten in Eigenregie: 0–300 Euro im Jahr. Machbar, kostet dich aber zwei bis vier Arbeitstage und sieht meist auch danach aus.
- Einfache Agenturseite: 1.500–3.500 Euro. Fünf bis sieben Seiten, Vorlage-basiert, Texte teils von dir.
- Individuelle Website: 3.500–8.000 Euro. Eigenes Design, professionelle Texte, Leistungsseiten pro Gewerk, SEO-Grundlage.
- Große Projekte: ab 8.000 Euro. Mehrere Standorte, Shop, Kundenportal, Schnittstellen zur Auftragsverwaltung.
Die laufenden Kosten vergisst fast jeder
Domain und Hosting liegen bei 10 bis 40 Euro im Monat. Dazu kommen Wartung, Updates, Backups und Erreichbarkeit bei Störungen. Wer diese Posten im Angebot nicht findet, zahlt sie später trotzdem – oft teurer, weil dann jede Änderung einzeln abgerechnet wird.
Woran du ein seriöses Angebot erkennst
Es benennt die Anzahl der Seiten, wer die Texte liefert, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind, was nach dem Launch passiert und wem Domain und Daten gehören. Fehlt einer dieser Punkte, frag nach, bevor du unterschreibst.
Was sich wirklich rechnet
Rechne nicht in Kosten, sondern in Aufträgen. Wenn dein durchschnittlicher Auftrag 2.500 Euro bringt, amortisiert sich eine 4.000-Euro-Website nach zwei zusätzlichen Anfragen. Die Frage ist also nicht, was die Website kostet, sondern wie viele Anfragen sie bringt.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb im Schnitt?
Für einen typischen Betrieb mit fünf bis acht Seiten liegen die Kosten bei 2.500 bis 5.000 Euro einmalig, plus 20 bis 60 Euro monatlich für Hosting und Wartung.
Gibt es Förderungen für die Website-Erstellung?
In Österreich gibt es je nach Bundesland und Jahr Digitalisierungsförderungen, etwa über die WKO oder aws. Prüfe vor Projektstart, welche Programme gerade offen sind.
Lohnt sich ein Baukasten statt einer Agentur?
Wenn du nur eine digitale Visitenkarte brauchst und Zeit hast, ja. Sobald die Website Anfragen bringen soll, fehlen Baukästen meist Struktur, Texte und SEO-Basis.
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